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«Oeya»
Die Landschaft entlang der Aare ist seit dem Rückgang der Gletscher vor 15’000 Jahren durch die Kraft des Wassers geprägt worden. So entstand der sonnige Steil­hang des Brunnadernguts, wo laut einer Urkunde aus dem Jahr 1327 ein Rebberg eines Frauenklosters stand. Im Jahr 1814 erwarb die russische Grossfürstin Anna Feodorowna das Brunnaderngut. Ihr Gesuch um die Betreibung eines Fährdienstes weist auf eine Insel im Auengebiet unterhalb ihres Hauses hin.
Am Gleithang unterhalb Waberns konnte sich eine schmale Auenlandschaft entwickeln. Diese ist als «Oeya» im Jahr 1343 erstmals dokumentiert. Aus dem Namen entstand Eyholz, («Auholz»), später Eichholz.

Fluss-Begradigung und Trinkwasserleitung
Um 1850 wurde die Aare begradigt, der Fluss damit in enge Schranken gewiesen. Das Eichholz war noch mit Tümpeln durchzogen, in denen neugierige Kinder abenteuerliche Entdeckungen machten. Daneben breitete sich ein Riedgebiet aus, das die Bauern als Streueland nutzten. Zunehmend verlor das Eichholz aber seinen Auencharakter. Um 1930 entstand durch Aufschüttungen ein Fussballrasen, auf dem YB trainierte. Im Jahr 1942 wurden die Leitungen für die Trinkwasserversorgung der Stadt Bern entlang des Aareuferwegs in einen Damm verlegt.

Fischzucht
1947 zog die kantonale Fischzuchtanstalt ins Eich­holz. Die Anlage umfasste ein Gebäude und 17 längliche Teiche für die Aufzucht von Bachforellen und Hechten. Wegen abnehmender Wasserqualität und ver­siegender Quellen zügelte die Fischzucht 1979 nach Reutigen. Teile der Anlage dienten dem Tierpark Dählhölzli noch als Fasanengehege und Quarantänestation.

Das Reservat
Bereits 1977 reichte der Berner Veterinär Prof. Franz Steck ein Projekt für ein Schulreservat ein. Mit der Unterstützung von Schul­kommissionen, Dorfleisten, Behörden und Privaten entstand ein Uferschutzplan, in dem das Gebiet als Natur-Reservat bezeichnet ist. Dieser Plan wurde 1989 in einer Volksabstimmung genehmigt.
Ab 1985 bis zur Gründung des Vereins Eichholz-Reservat 1994 pflegte die Umweltgruppe Wabern das zuwachsende Gebiet.

Renaturierung
Nach vierjähriger Planungszeit konnte der Verein im Jahr 2001 Auf­wertungs­massnahmen umsetzen. Fichten, Erlen, Pappeln wurden gefällt, das Pumpenhaus abgebrochen. Aus vier schmalen Fischteichen entstanden zwei grosse Weiher mit flachen Ufern. Die Wasserschieber an den Enden der Fischbecken wurden saniert. Dank finanzieller Unterstützung verschiedener Stiftungen und der Gemeinde Köniz konnte eine Besucherplattform gebaut und das Reservat mit einem neuen Zaun geschützt werden.

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